Koffein & L-Theanin – Das Dreamteam schlechthin?


Koffein im Zusammenspiel mit L-Theanin sind der Klassiker schlechthin um die mentale Leistungsfähigkeit anzukurbeln. Laut Definition ist Koffein ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine. Es gehört zu den psychoaktiven Substanzen mit stimulierender Wirkung und tritt in chemisch reiner Form als geruchloses, weißes Pulver mit bitterem Geschmack auf.

Wir kennen Koffein primär als den Wachmacher aus Getränken wie Kaffee, Cola oder Energy Drinks, die besonders bei Gamern beliebt sind. Nach der Aufnahme eines solchen Getränks fühlt man sich anfangs voller Energie und hochkonzentriert. Koffein hat neben der Anregung des Nervensystems noch weitere Effekte auf unseren Körper.

  • Die Kontraktionskraft des Herzens steigt an
  • Puls- und Blutdrucksteigerung bei unregelmäßigem Konsum
  • Erweiterung der peripheren Blutgefäße
  • Der Stoffwechsel wird angeregt
  • Eine gesteigerte Darmfunktion

Auf der anderen Seite hat Koffein aber auch negative Begleiterscheinungen, wie Nervosität, Ängstlichkeit, Bluthochdruck und ein deutlich gesteigerter Puls. Sobald die Wirkung des Koffeins nachlässt fällt die Konzentrationsfähigkeit in Richtung 0 und man selbst gerät in eine Art Erschöpfungsloch.

Koffein

Koffein ist ein Trivialname, der der Substanz 1,3,7-Trimethyl-2,6-purindion wegen des Vorkommens in Kaffee gegeben wurde.

Während höhere Konzentrationen von Koffein sich auch auf die motorischen Gehirnzentren auswirken kann, so wirkt es in geringeren Konzentrationen hauptsächlich auf die sensorischen Teile der Hirnrinde. Dadurch werden Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen erhöht. Auch kann sich die Stimmung bis hin zu einer leichten Euphorie steigern. Außerdem werden die Reaktionszeiten verkürzt, was zu einer Beschleunigung des psychischen Tempos führt. Auf der anderen Seite kommt es aber gleichzeitig zu einer leichten Verschlechterung der Geschicklichkeit, speziell bei Aufgaben, die sehr exaktes Timing und komplexe motorische Koordination erfordern.

Das breite Wirkungsspektrum verdankt Koffein mehreren Komponenten, die auf molekularer Ebene in bestimmte Vorgänge in den Zellen eingreifen können. Koffein kann die Blut-Hirn-Schranke beinahe ungehindert passieren und entfaltet seine Wirkung hauptsächlich im Zentralnervensystem.

Deshalb spüren auch viele Gamer, dass sich zwar die Reaktion verbessert, die Präzision in der Bedienung des Controllers aber spürbar abnimmt.

Wirkungsmechanismus

Das Koffein besitzt eine, dem Adenosin ähnliche, chemische Struktur und setzt sich auf dieselben Rezeptoren, aktiviert diese jedoch nicht. So kann das die Denkfähigkeit auch bei steigender Adenosinkonzentration erhalten bleiben.

Im wachen Zustand des Organismus tauschen die Nervenzellen bestimmte Botenstoffe aus und verbrauchen dabei Energie. Als Nebenprodukt dieses Vorgangs entsteht Adenosin, das die Aufgabe hat das Gehirn vor Überanstrengung zu schützen. Es setzt sich an bestimmte Rezeptoren auf den Nervenbahnen und sendet ein Signal an die Zelle aus, dass sie etwas weniger arbeiten soll. Je aktiver die Nervenzellen sind, desto mehr Adenosin setzt sich auf den Rezeptoren ab.

Sobald die Wirkung des Koffeins nachlässt besetzt das angereicherte Adenosin unsere Rezeptoren und wir fallen in dieses „Loch“, das nach dem Konsum von Koffein üblich ist.

An dieser Stelle kommt L-Theanin zum Einsatz, da es den negativen Effekten von Koffein entgegenwirkt. Es besitzt die Fähigkeit, Entspannung und Ruhe zu fördern, ohne müde zu machen. Unser Gehirn wandelt L-Theanin in GABA (Gamma-Aminobutyric Acid). GABA ist eine der häufigsten hemmenden Neurotransmitter des Gehirns. Es spielt aber nicht nur bei der Entspannung eine Rolle, sondern auch bei der Regulierung vieler weiterer Aspekte im Körper wie zum Beispiel Stimmung, Konzentration, Schmerz oder Schlaf.


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